Über lesende Pflanzen?
Nein, überlesene Pflanzen!
So heißt ein wissenschaftlicher Sammelband, der im Juni 2026 im Heidelberger Winter-Verlag erschienen ist.
Denn Planzen wurden in der literaturwissenschaftlichen Forschung bisher überwiegend figurativ gelesen; entweder sind sie symbolisch oder emotional aufgeladen - oder sie werden gleich ganz übersehen.
Im Zuge der neueren Ökokritik nehmen allerdings auch die sog. ‚Cultural and Literary Plant Studies‘ Fahrt auf, indem sie Pflanzen in literarischen Texten nicht nur als Dekoration oder Verweis verstehen, sondern ihnen eine eigene Agentialität zuschreiben.
Genau der Ansatz von Arbor Vitae. Die Hintergründe erläutere ich im Interview.
